Irmgard Crispin gehört zu den herausragenden Fotografinnen in unserem Landesverband Rheinland. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch eine besondere Sensibilität für Details und eine tiefe Verbundenheit mit der Natur aus. Aufgewachsen auf einem Bauernhof, entwickelte sie früh ein Gespür für natürliche Lebensräume. Diese Prägung spiegelt sich in ihren fotografischen Projekten wider, die stets den Blick für das Wesentliche schärfen.
Während intensiver Wanderungen in der Corona-Zeit entdeckte Irmgard die faszinierende Welt der Baumrinden. Was für viele unscheinbar wirkt, wurde für sie zum Ausgangspunkt einer künstlerischen Reise. Ihre Serie „Strukturen des Lebens – Borke als Kunstwerk“ zeigt die Schönheit und Ausdruckskraft dieser natürlichen Oberflächen. Rinde steht für Wachstum, Wandel, Verletzlichkeit und Widerstandskraft – Eigenschaften, die das Leben selbst widerspiegeln. In ihren Aufnahmen, die ausschließlich bei natürlichem Licht entstehen, verdichten sich Linien, Texturen und Farbverläufe zu abstrakten Kompositionen, die den dokumentarischen Ursprung mit künstlerischer Transformation verbinden.
Die Betrachterinnen und Betrachter sind eingeladen, in den kleinsten Strukturen universelle Lebensprozesse zu erkennen und die stille Schönheit der Natur neu wahrzunehmen.
Ausstellungseinladung:
Das Fischereimuseum Bergheim an der Sieg lädt alle herzlich ein zur Eröffnung der Ausstellung von Irmgard Crispin
„Strukturen des Lebens – Borke als Kunstwerk“
Sonntag, 25. Januar 2025, 11:00 Uhr
Begrüßung: Dr. Petra Dahlmann
Musikalische Begleitung: Thomas Crispin (Gitarre)
Im Anschluss: Gelegenheit zum Gespräch mit der Künstlerin.