Am Freitag, 21. November 2025 fand im Haus des Caritasverbandes in Meckenheim die Midissage zur Ausstellung Strukturen & Abstraktionen des Foto Club Wachtberg statt.
Fotografie ist in besonderer Weise dazu geeignet, unser Sehen zu verändern. Sie zeigt uns, dass Schönheit nicht nur in großen Landschaften, klaren Motiven oder perfekten Kompositionen liegt – sondern auch im Detail, im Unregelmäßigen, im Spiel von Licht und Schatten, im Zufall, in Strukturen, die uns sonst verborgen bleiben.
Diese Ausstellung lädt genau dazu ein: genauer hinzuschauen, sich Zeit zu nehmen und das Gewöhnliche neu zu entdecken.
Die ausstellenden Fotografinnen und Fotografen haben sehr unterschiedliche Hintergründe, Stile und Herangehensweisen. Und doch verbindet sie etwas Wesentliches: die Neugier, das Staunen – und der Wunsch, dem Moment Dauer zu geben, wie es der Fotograf Manuel Álvarez Bravo so treffend formulierte.
Hier finden Sie Fotografien, die Natur in Bewegung abstrahieren. Bilder, in denen langgezogene Belichtungen selbst alltägliche Tiere in fast malerische Formen verwandeln. Sie sehen Strukturen, die über Jahre, Jahrzehnte, manchmal über Millionen von Jahren entstanden sind – Spuren von Wind, Wasser, Licht oder menschlicher Nutzung.
Sie begegnen architektonischen Linien und Oberflächen, die im richtigen Licht zu grafischen Kunstwerken werden. Und Sie erhalten Einblicke in Details, die im Alltag leicht übersehen werden: Moose, Flechten, Gesteinsschichten, Reflexionen, Tropfen, Glas – Dinge, die sich erst durch den fotografischen Blick in ihrer ganzen Faszination zeigen.
Diese Ausstellung lebt von der Vielfalt der Sichtweisen.
Sie lebt davon, dass jeder Beitrag eine Geschichte erzählt: von Naturverbundenheit, von Reisen, von beruflichen Erfahrungen, von Experimentierfreude, von technischer Präzision und nicht zuletzt von Leidenschaft.
Eröffnet wurde die Veranstaltung durch einige nette Worte von Annegret Kastorp der Leiterin der Gemeindecaritas sowie der stellvertretenden Bürgermeisterin von Meckenheim, Frau Brigitte Kuchta. Insgesamt lohnt es sich, die Ausstellung noch bis zum 17. Dezember 2025 anzusehen.